Skip to main contentSkip to footer
Rows of large blue-coated pipes stored at an arid industrial site, with silos and batching plant in the background.

Wasserversorgung

Eine sichere und zuverlässige Wasserversorgung erfordert sorgfältige Planung, fundierte Ingenieurleistungen und langfristige wirtschaftliche Tragfähigkeit. Die Infrastruktur der Wasserversorgung ist mit erheblichen Investitionen verbunden. Erfolgreiche Lösungen müssen daher technische Leistungsfähigkeit, Bezahlbarkeit, Betriebssicherheit und die langfristigen Anforderungen an Wartung und Instandhaltung miteinander in Einklang bringen.

Rows of large blue-coated pipes stored at an arid industrial site, with silos and batching plant in the background.
Engineers inspecting large valves and pipework inside a concrete water pumping or treatment facility

Unser Leistungsspektrum

Wir unterstützen unsere Auftraggeber über den gesamten Entwicklungsprozess hinweg – von der strategischen Planung und der Bewertung der Machbarkeit über die Detailplanung, die Begleitung von Vergabeverfahren und die Bauüberwachung bis hin zur Beratung beim Management von Versorgungsunternehmen. Dabei berücksichtigen wir nicht nur den Investitionsbedarf, sondern auch die Kosten für Betrieb und Instandhaltung, die institutionellen Kapazitäten sowie die Zahlungsfähigkeit und Zahlungsbereitschaft der Nutzerinnen und Nutzer für Wasserdienstleistungen.

Unsere Kompetenzen:

  • Masterplanung und Investitionsstudien
  • Machbarkeitsstudien
  • Finanzielle und volkswirtschaftliche Analysen, Tarifstudien und sozioökonomische Studien
  • Vor- und Detailplanung
  • Erstellung von Ausschreibungsunterlagen und Unterstützung während der Vergabeverfahren
  • Vertragsmanagement und Bauüberwachung
  • Beratung zum Management von Versorgungsunternehmen
  • Programm- und Projektmanagement

Lösungen für die Wasserversorgung

Das aus einer Wasserressource entnommene Wasser muss häufig aufbereitet werden, um unerwünschte Inhaltsstoffe zu entfernen und die geltenden Anforderungen an die Wasserqualität zu erfüllen. Die Auswahl geeigneter Aufbereitungsverfahren richtet sich nach den Eigenschaften des Rohwassers, der vorgesehenen Nutzung und den betrieblichen Rahmenbedingungen des Projekts.

Die Aufbereitungslösungen reichen von vergleichsweise einfachen Verfahren wie Desinfektion oder Chlorung bis hin zu komplexeren Aufbereitungssystemen für Oberflächenwasser. Abhängig von der Rohwasserqualität und den Projektanforderungen können Verfahren wie Belüftung, Koagulation, Flockung, Sedimentation, Sandfiltration, Aktivkohlefiltration und Desinfektion zum Einsatz kommen. Je nach Wasserressource und angestrebter Wasserqualität können darüber hinaus zusätzliche Verfahren wie Entsalzung oder Ionenaustausch erforderlich sein.

Unsere Kompetenzen:

  • Verfahrenstechnische Auslegung und Dimensionierung
  • Technische Detailplanung einschließlich hydraulischer, maschinentechnischer, elektrotechnischer, bautechnischer, architektonischer sowie mess- und regelungstechnischer Komponenten
  • Erstellung von Ausschreibungsunterlagen
  • Vertragsmanagement und Bauüberwachung
  • Unterstützung bei Betrieb und Instandhaltung

Nach der Aufbereitung wird das Wasser in der Regel über Fernleitungen zu Speicherbehältern transportiert und anschließend entweder im freien Gefälle oder mithilfe von Pumpensystemen an die Verbraucher verteilt. Bei der Planung und Auslegung von Fernleitungs- und Verteilungsnetzen müssen eine zuverlässige Versorgung, ausreichende Druckverhältnisse und ein effizienter Betrieb im gesamten System gewährleistet werden.

Neben den technischen und hydraulischen Anforderungen ist auch eine sorgfältige wirtschaftliche Bewertung erforderlich. Sowohl die Investitionskosten als auch die Kosten für Betrieb und Instandhaltung müssen berücksichtigt werden, um technisch fundierte und wirtschaftlich tragfähige Lösungen zu entwickeln. Die hydraulische Modellierung ist dabei ein wesentliches Instrument für die Planung, Optimierung und Erweiterung von Fernleitungs- und Verteilungsnetzen.

Unsere Kompetenzen:

  • Planung von Pumpstationen und Fernleitungen
  • Planung von Speicherbehältern und Wasserverteilungsnetzen
  • Hydraulische Modellierung von Fernleitungs- und Verteilungssystemen
  • Analyse der Energieeffizienz von Pumpstationen und Verteilungsnetzen

Non-Revenue Water, kurz NRW, bezeichnet Wasser, das gewonnen beziehungsweise aufbereitet und in das Versorgungssystem eingespeist wurde, dem Versorgungsunternehmen jedoch keine Einnahmen bringt. Die Reduzierung von NRW ist ein wesentlicher Faktor für die Verbesserung der technischen Leistungsfähigkeit, der finanziellen Tragfähigkeit und der betrieblichen Effizienz von Wasserversorgungssystemen.

NRW kann durch reale Verluste entstehen, beispielsweise durch Leckagen in Fernleitungen oder Verteilungsnetzen. Weitere Ursachen sind scheinbare Verluste, etwa infolge ungenauer Verbrauchsmessungen, nicht erfasster Anschlüsse oder unzureichender Abrechnungs- und Kundendatenprozesse. Eine wirksame Reduzierung von NRW erfordert daher eine Kombination aus technischen Untersuchungen, Systemanalysen, betrieblichen Maßnahmen und Verbesserungen im Management.

Unsere Kompetenzen:

  • Grundlagenstudien zu NRW einschließlich der Bewertung bestehender Wasserverluste im Versorgungssystem
  • Entwicklung von NRW-Strategien und Programmen zur Reduzierung von Wasserverlusten
  • Untersuchungen in Pilotzonen mit Geräten zur Aufzeichnung von Durchfluss, Druck und Geräuschen
  • Physische Leckageortung
  • Erstellung von Ausschreibungsunterlagen und Überwachung von Bauprogrammen zur Einrichtung abgegrenzter Messbezirke, zur Reparatur von Leckagen und zur Installation von Wasserzählern
  • Unterstützung bei der Einführung IT-gestützter Abrechnungssysteme

Umfangreiche Investitionsprogramme öffentlicher Versorgungsunternehmen oder staatlicher Institutionen erfordern während der gesamten Umsetzungsphase eine wirksame Planung, Koordination und Steuerung. Programmmanagement und technische Unterstützungsleistungen tragen dazu bei, Investitionen sorgfältig vorzubereiten, Budgets zu überwachen, Umsetzungsprozesse zu koordinieren und die Arbeit von Beratungsunternehmen und Auftragnehmern wirksam zu begleiten.

Neben der organisatorischen und prozessbezogenen Unterstützung erfordert eine erfolgreiche Umsetzung häufig auch die Stärkung institutioneller Kapazitäten. Schulungen und Kompetenzentwicklung können daher einen wichtigen Bestandteil der Projektumsetzung bilden. Sie helfen Organisationen dabei, ihre Abläufe zu verbessern, internes Fachwissen aufzubauen und Investitionen langfristig wirksamer zu steuern.

Unsere Kompetenzen:

  • Investitionsplanung und Programmmanagement
  • Monitoring und Steuerung
  • Institutionelle Entwicklung und Kapazitätsaufbau

Projekte in diesem Sektor